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Von Hartwaren zu Smartwaren: Fertigung wird digital  

Die Digitalisierung macht auch vor der Fertigung nicht Halt – und hat das Potenzial, sie langfristig zu revolutionieren, indem sie Prozesse strafft und intelligent vernetzt. Für viele Unternehmen der Hartwarenbranche bedeutet das, dass sie umdenken und ihre Strategien anpassen müssen. Was heute schon möglich ist und was die Trends von morgen sind, das erfahren Sie in unserem Blogbeitrag und auf der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE.

Digital unterstützte Werkzeuge haben längst Einzug in den Alltag gehalten: So freuen sich Heimwerker zum Beispiel über smarte Maßbänder, die auch da noch millimetergenau vermessen, wo Zollstöcke an ihre Grenzen stoßen, oder Wasserwaagen, die über eine App jetzt ganz einfach auf dem Handy zu finden sind.

Aber auch und gerade in der industriellen Fertigung sind digitale Helfer inzwischen beliebte Beschleuniger in der Produktion. Produktionsanlagen können bereits selbständig mit Werkstücken kommunizieren, Probleme melden oder erkennen, wann ein Werkzeug ausgetauscht werden muss. Fahrerlose Transportsysteme übernehmen Logistikaufgaben, und gesamte Prozessketten können dank Sensoren und intelligenten Systemen aus der Ferne gesteuert werden. Handarbeit wird selbst in traditionellen Fertigungsprozessen immer mehr zur Ausnahme – das Internet der Dinge (IoT) ist überall, die Smart Factory auf dem Vormarsch. Und selbst wenn man ihr, zum Beispiel aus Sorge um Arbeitsplätze, skeptisch gegenüberstehen sollte: Diese Entwicklung lässt sich nicht rückgängig machen – darum bleibt nur der Weg, sie möglichst effizient zu nutzen.

Darüber hinaus können Unternehmen auf zahlreichen Wegen davon profitieren. Optimierte Prozesse, geringere Produktionskosten, kürzere Produktionszeiten, höhere Produktivität, effiziente Lagerhaltung, schnellere Entwicklungs- und Markteinführungszeiten, bessere Wettbewerbsfähigkeit und gesteigerte Flexibilität sind nur einige der Vorteile, mit denen die vernetzte Produktion punkten kann.

Vernetzte Systeme für smarte Prozesse

Die technische Grundlage der Smart Factory sind cyber-physische Systeme, die mithilfe des Internets der Dinge miteinander kommunizieren. Es geht dabei nicht in erster Linie darum, das Rad der Produktion neu zu erfinden. Der Weg zur intelligenten Fertigung führt zuallererst über die Kopplung bereits vorhandener Informationen, um daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen und Prozesse entsprechend optimieren zu können – und das entlang der gesamten Prozesskette.

Was heißt das für die Hartwarenbranche? Was ist heutzutage schon möglich?

Schon länger im Markt sind zum Beispiel digitale Drehmomentschlüssel mit Schnittstellen für Datenübertragung und Datendokumentation, die die Parametrierung, Erfassung, grafische Auswertung und Archivierung von Schraubdaten erlauben. Je nach Werkzeug erfolgt die Datenübertragung wahlweise über USB-Schnittstelle oder Funk. Gestiegene Produktivität durch Arbeitserleichterung geht hier Hand in Hand mit Prozessdokumentation und Qualitätssicherung.

Auch intelligente Akkuschrauber, bei denen die komplette Steuerung im Schrauber integriert ist, sind bereits verfügbar. Dank integrierter Steuerung können die Funk-Akkuschrauber direkt an übergeordnete Systeme angebunden werden, auch ganz ohne zusätzliche Hardware. Für Anwender bedeutet das: keine zusätzlichen Kosten für Hardware und ein Gerät, das Industrie-4.0-fähig ist.

Auch vor dem (im Alltag oft leidigen) Thema Batterieleistung macht die digitale Revolution nicht Halt: So gibt es  beispielsweise eine App, die mit den Werkzeugen kommuniziert, um so Akkus per Fernbedienung ein- bzw. auszuschalten. Das spart nicht nur Energie, sondern trägt auch zur effizienten Nutzung der Arbeitszeit bei, indem die Einsatzbereitschaft der Tools jederzeit überprüfbar – und damit garantiert – ist.

Heißt das für die Hartwarenbranche, dass jetzt alles anders wird? Nein. Denn viele Prozesse werden erst einmal so bleiben, wie sie sind: zum Beispiel deshalb, weil es dafür noch keine anderen Lösungen gibt, sie zu spezialisiert sind oder eine Digitalisierung schlicht wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Dass die Digitalisierung die Branche jedoch immer weiter durchdringt und dass Unternehmen gut daran tun, sich mit ihr anzufreunden und die sich ergebenden Vorteile zu nutzen, das steht fest.

Mehr zum Thema Digitalisierung der Branche finden Sie auf der Website der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE

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