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Digitalisierung in der Baubranche: Wird der Traum vom fehlerlosen Bauen bald Wirklichkeit?

Keine Branche kann sich der digitalen Revolution entziehen. Entwicklungen wie Industrie 4.0, Virtual Reality sowie die zunehmende Vernetzung und Automatisierung von Prozessen in Produktion Logistik, Handel und Service verändern nicht nur die Hartwarenbranche, sondern alle Wirtschaftszweige. Wie wirkt sich die Digitalisierung in anderen Bereichen aus? Zum Beispiel in der Bauwirtschaft? Werfen wir einen Blick über den Tellerrand …

Zwar ist die Baubranche von einer durchgängig digitalen Prozesskette noch recht weit entfernt, doch insbesondere in der Architektur, krempeln revolutionäre Entwicklungen die Arbeitsabläufe komplett um. Big Data, Gamification und vor allem Virtual Reality lauten hier die Stichworte. Realitätsgetreue computergenerierte Echtzeit-3-D-Darstellungen revolutionieren die Planung von Gebäuden. Denn mit einer geeigneten Software und einem leistungsfähigen Virtual-Reality-Headset können Bauten bereits vor der Fertigstellung so besichtigt werden, als wären sie bereits vollständig gebaut.

 

Mit Virtual Reality mitten im Objekt

Zwar können Faktoren wie Statik, Wetterfestigkeit und Leitungen dank modernder Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM) bereits seit einiger Zeit am Computer simuliert werden, auch realitätsnahes 3-D-Rendering ist nichts Neues, doch erst die Integration virtueller Realität ermöglicht Visualisierungen, die dem Betrachter das Gefühl vermitteln, mitten im Gebäude zu stehen. Selbst Laien, die keine Baupläne verstehen, können sich auf diese Weise genau vorstellen, wie der Bau aussehen soll und wie er sich in seine Umgebung einfügt. Das erleichtert nicht zuletzt die Kommunikation zwischen Architekt und Bauherrn.

Mit 360-Grad-Rundumblicken wie in einem Computerspiel macht Virtual Reality die Objektplanung unabhängig von realen Bedingungen. Schon vor der Grundsteinlegung wird das Gebäude erst einmal digital „errichtet“ und geprüft. Formen, Proportionen, Lichteinfall: alles kann vorab digital erprobt werden. Planungsfehler wie ungünstige Raumaufteilungen, Mängel bei Leitungsverläufen oder im Beleuchtungssystem können schon vor Baubeginn entdeckt werden. Zwar sind Probleme bei der Umsetzung nie ausgeschossen, doch die Verwirklichung des Traums vom fehlerlosen Bauen rückt mit Virtual Reality ein Stück näher.

 

Weniger Fehler, weniger Kosten

Da nach Einschätzung von Experten etwa 30 Prozent des Gesamtbudgets bei Bauvorhaben auf die Korrektur von Planungsfehlern entfallen, bietet der Einsatz virtueller Modelle klare Kosteneinsparpotenziale. Zugegeben: Die Investitionen in die nötige Hard- und Software sind nicht unerheblich, deshalb wird Building Information Modeling mit Virtual Reality vorerst schwerpunktmäßig bei Groß- und Prestigeprojekten zum Einsatz kommen. Doch die Zukunft, da sind sich die Experten einig, ist digital.

Auch in der Hartwarenbranche gibt es vielfältige Szenarien für den Einsatz von Virtual Reality: etwa bei der Konstruktion von Werkzeugen und Industrieeinrichtungen oder bei der Arbeitsschutzplanung.

Mehr zum Thema Digitalisierung in der Bau- und in der Werkzeugbranche erfahren Sie auf der Internationalen Eisenwarenmesse 2018: auf dem Digital Summit an den ersten beiden Messetagen (04.-05.03.2018) sowie im Rahmen der Sonderausstellung und des Eventprogramms zur additiven Produktion und Ersatzteilfertigung.

 

 

 

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