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Die Stimmen aus der Branche zum DIY Boulevard

Im Rahmen des DIY Boulevards auf der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE 2018 haben wir die Hersteller gefragt, wie die aktuellen Herausforderungen der Branche aussehen – und wie sie darauf reagieren.

Kaufen Kunden morgen möglicherweise andere Produkte als heute? Und was ändert sich an ihrem Einkaufsverhalten? Ute Schoone, Marketing & Product Managerin DIY CE bei der MEM Bauchemie GmbH, antwortet: „Die Themen Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und Gesundheit werden für den Endverbraucher immer wichtiger. Einerseits betrifft das die Artikel, andererseits die Verpackungen. Wir werden dem Trend bereits heute gerecht. So ist ein Teil unserer Produkte schon heute mit dem EMICODE EC 1 bzw. EMOCODE EC 1 Plus und/oder dem Blauen Engel ausgezeichnet. Als weiteren Trend sehen wir das Thema Zeiteinsparung bzw. Zeitmangel. Der Verbraucher möchte seine Projekte möglichst schnell umsetzten. Dies betrifft die Warenverfügbarkeit und die Umsetzung des Projekts. Wir haben deshalb bereits heute Produkte in unser Sortiment integriert, die Arbeitsschritte einsparen oder sich durch eine schnelle Belastbarkeit auszeichnen.“

Komfort nimmt zu

Einen anderen Kunden-Fokus sieht die Abus KG – für Marketingdirektor Michael Bräuer wird in Zukunft vor allem das Thema Sicherheit im Mittelpunkt stehen: „Aus unserer Sicht werden beim Thema Sicherheit in den kommenden Jahren die Aspekte Komfort und Vernetzung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Hier bieten wir unseren Handelspartnern bereits entsprechende Stand-alone-Lösungen wie auch vernetzte Systeme. Als Schulungspartner der Polizei wissen wir allerdings auch, dass in der „Grundversorgung“ noch viel Potenzial steckt: Denn die meisten Haushalte verfügen bisher noch nicht über einen mechanischen Grundschutz, der in der Regel an erster Stelle stehen sollte, wenn man über das Thema Sicherheit spricht.“

Die fischer Unternehmensgruppe setzt derweil auf Kooperationen: „Nach dem Bereich Fassadendämmung gewinnt aktuell der Bereich Innendämmung enorm an Bedeutung. Dies bringt auch neue Herausforderungen für die Befestigungstechnik mit sich. Wir arbeiten eng mit den führenden Herstellern von Baustoffen zusammen und entwickeln immer „den Speziallisten“ für den jeweiligen Baustoff.“ sagt Stefan Pelster-Hemesath, Vertriebsleiter DIY/Baustoffhandel Nord.

Ein ganz entscheidender Trend für die Branche – und zwar aktuell genauso wie in den kommenden Jahren: der Onlineverkauf. Welche Bedeutung der Onlinehandel schon jetzt hat und wie sich der Trend entwickeln wird, ist eine elementare Frage für die Branche – die die Antworten bereits parat hat: „Der Anteil der Verbraucher, der sich nicht nur online informiert, sondern auch online bestellt, wächst bereits heute rasant. Handel und Lieferanten müssen sich hier gemeinsam für die Zukunft neu aufstellen“, sagt Ute Schoone.

 

Chancen auch für den stationären Handel

Auch für Abus ist das Onlinegeschäft nicht mehr wegzudenken. „Insgesamt wird der Onlinehandel zunehmen, auch wenn die Themen Multi-Channel bzw. Omni-Channel an sich nichts Neues sind – und das in beiden Richtungen. Manche Kunden informieren sich online und kaufen dennoch stationär, mache Kunden machen es genau andersherum. Bei bestimmten Produkten oder Sortimenten hat das Thema Online jedoch seine Grenzen, z. B. wenn es um die korrekte Montage oder spezielle Services wie Wartung geht. Das ist auch ein Punkt, wo der stationäre Handel punkten kann und inzwischen ja auch in vielfältiger Weise aktiv ist“, erläutert Michael Bräuer.

Den stationären Handel stärker mit einbeziehen will man auch bei fischer: „Der Onlinehandel stellt uns und die gesamte Branche vor neue Herausforderungen. Die Kunden erwarten hier ein umfangreicheres Angebot als stationär. So will der Online-Kunde beispielsweise aus dem gesamten Produktangebot von fischer auswählen können und nicht nur aus Teilsortimenten. Hier setzen wir, gemeinsam mit dem Handel, bereits Lösungen um und werden auch in Zukunft weitere Lösungen anbieten können. Die Online-Umsätze werden weiterhin wachsen, was zur Folge hat, dass der Handel und auch wir verstärkt Dienstleistungen anbieten, die der Kunde so im Online-Handel nicht findet“, so Stefan Pelster-Hemesath.

Do it for me plus do it yourself?

Und was sind die großen, entscheidenden Trends für die Zukunft? Beim Thema Online-Handel sind sich die Hersteller einig – stellen aber auch noch weitere Herausforderungen in den Fokus:

So sieht Ute Schoone den größten Trend in der Verlagerung eines Teils des Geschäftes auf den Onlinehandel. „Deshalb steht bei MEM die Entwicklung von onlinegerechten Konzepten und dem richtigen Content im Fokus. Ein weiterer Trend, der sich unsers Erachtens abzeichnet, ist das Thema do it for me. Der Endverbraucher fragt verstärkt die Unterstützung von Handwerkern an, die teilweise bereits heute über den Baumarkt vermittelt werden. Hier müssen wir uns bezüglich Wissenstransfer und Schulungen auf ein neues Klientel einstellen.“

Do it for me wird laut Stefan Pelster-Hemesath auch für fischer ein Thema sein, „aber natürlich gibt es noch weitere Dienstleistungen, welche die Branche den Kunden anbieten wird. Und wir arbeiten an weiteren Lösungen, die wir dem Heimwerker, gemeinsam mit dem Handel, anbieten können. Die Dübelfinder-App ist hier nur ein erster Schritt.“

Für Abus als Anbieter insbesondere von Einbruchschutz- und Sicherheitsprodukten stellen sich ganz andere Herausforderungen. „Beim Einbruchschutz und auch bei der persönlichen Sicherheit wird es in unseren Augen darauf hinauslaufen, dass immer mehr Eigeninitiative nötig sein wird, auch vor dem Hintergrund der neuen Wohnstrukturen mit mehr Anonymität im alltäglichen Leben. Stichworte sind hier: Trend zum Leben in der Großstadt, Singlehaushalte und viele – oftmals beruflich bedingte – Umzüge. Vielleicht geht ja auch der Gesetzgeber den Weg, das Thema Einbruchschutz noch stärker in den Fokus zu rücken. Beim Thema Rauchmelder hat er es bereits getan und möglicherweise ist die Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz durch die KfW ja ein erster Schritt in diese Richtung“, so Michael Bräuer.

Spannende Einblicke in die Zukunft einer spannenden Branche – die Sie auf der EISENWARENMESSE im März noch weiter vertiefen können – Ute Schoone, Stefan Pelster-Hemesath und Michael Bräuer freuen sich auf interessante Gespräche auf dem DIY Boulevard.

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Die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE KÖLN findet vom 06. bis zum 08. März 2016 statt.

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Co-Autoren von Hardware Cologne

Rainer Langelüddecke
Rainer Langelüddecke
Geschäftsführer
FWI

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