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Aufwärtstrend und Herausforderungen für die Eisenwaren- und Werkzeugbranche

Hallendurchblick, Halle 10.1

Das Geschäftsjahr 2015 ist für viele Unternehmen der deutschen Eisenwaren- und Werkzeugbranche bisher positiv verlaufen. Im Vergleich zum schwachen Vorjahr ist in den ersten drei Quartalen nahezu überall ein Wachstum zu verzeichnen. Ein Großteil der Unternehmen ist überzeugt, dass sich die zufriedenstellenden Ergebnisse des bisherigen Jahres weiter fortsetzen lassen und der Aufwärtstrend bis ins kommende Jahr anhält. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, sollten Händler und Hersteller die eigene E-Commerce Strategie stärker fokussieren und hierdurch verhindern, dass weitere Marktanteile an internationale Onlinekaufhäuser verloren gehen.

Wie der Fachverband Werkzeugindustrie e.V. (FWI) mitteilte, belaufen sich die Umsätze der deutschen Werkzeugindustrie für das bisherige Geschäftsjahr auf 4,1 Milliarden Euro, dies entspricht einer Steigerung von 6,7 Prozent. Bei den Werkzeugeinfuhren konnte ein Wachstum von 9,2 Prozent festgestellt werden. Durch die Zunahme der Einfuhren aus dem asiatischen Raum wurde hier die eine Milliarde-Euro-Grenze überschritten. Der deutsche Baumarkthandel konnte nach Angaben des Handelsverbands Bauen, Heimwerken und Garten (BHB) im 1. Halbjahr 2015 einen Gesamtbruttoumsatz von 9,3 Milliarden Euro erwirtschaften und damit ein Umsatzwachstum von 1,2 Prozent erzielen. Positiv verlief für die Baumarktbranche vor allem das 2. Quartal, denn hier konnte eine Gesamtbruttoumsatz von 5,44 Milliarden Euro erzielt werden. Der Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) prognostiziert den Eisenwaren- und Hausrat-Fachhändlern für die letzten Monate des Jahres ein Wachstum von rund 1,5 Prozent.

Durch die erfreulichen Prognosen und die positiven Zahlen sieht sich der überwiegende Teil der Betriebe für die Zukunft gut aufgestellt. Dabei besteht allerdings aus Sicht der Kölner Fachhandelskooperation (EIS) noch Handlungsbedarf im Bereich E-Commerce. Insgesamt werden durch die vielen Onlinemarktplätze der Preisverfall und der damit einhergehende Margenverlust erheblich beschleunigt. Die Händler und Hersteller müssen es schaffen, traditionelle Branchenwerte mit den modernen Kommunikationsmethoden des 21. Jahrhunderts zu verbinden.

Ein Lösungsansatz könnten die neuen, brancheneigenen E-Commerce-Plattformen Procato und Toolineo sein. Beide Plattformen sind auf Industrie- und Handwerkerbedarf spezialisiert und haben das Ziel, die zentralen E-Commerce-Portale der Branche zu werden. Dazu beitragen sollen umfangreiche Warenangebote, bestmögliche Informationstiefe und eine schnelle Verfügbarkeit der Waren. Um den Fachhandel weiter einzubinden, wäre eine einheitliche Plattform wünschenswert. Allerdings sei dies derzeit noch nicht in Sicht, erklärt ZHH-Hauptgeschäftsführer Thomas Dammann.

Einen Überblick über die E-Commerce-Entwicklung der Branche können sich Besucher auch auf der kommenden EISENWARENMESSE verschaffen. Neben der Kurzstudie „B2B-Marktplätze 2016 – Worauf es wirklich ankommt“, die in einer Zusammenarbeit zwischen der Koelnmesse und dem Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) erhoben wird, wird die Thematik am E-Commerce Thementag umfangreich beleuchtet. Verschiedene Experten werden in vielseitigen Vorträgen über mögliche Sicherheitsrisiken und die Chancen des Onlinehandels aufklären. Die Bedeutung der Messe unterstreicht Nordwest-Geschäftsbereichsleiter Michael Rolf: „Die Eisenwarenmesse sehen wir für unseren Geschäftsbereich Bau, Handwerk, Industrie sowie für unsere Handelspartner als eine wichtige Plattform, um sich zu informieren und auszutauschen – gerade auch über Themen, die die Branche insgesamt bewegen, so zum Beispiel die Digitalisierung von Geschäftsprozessen“.

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Co-Autoren von Hardware Cologne

Rainer Langelüddecke
Rainer Langelüddecke
Geschäftsführer
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